Liebe Leserin, lieber Leser,

die zu Ende gehende Legislaturperiode brachte eine auffallend große Zahl von Änderungen des Straf- und Strafprozessrechts (vgl. dazu unter anderem ROXIN Newsletter 2/2016). Diese Änderungen sind typischerweise Verschärfungen.

Am 19.4.2017 ist das „Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches – Strafbarkeit von Sportwettbetrug und der Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben“ in Kraft getreten. Die neu eingeführten §§ 265c (Sportwettbetrug), 265d (Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben) StGB stellen in bestimmten Fällen insbesondere Sportler und Trainer unter Strafe, die Zuwendungen entgegennehmen und im Gegenzug einen organisierten Sportwettbewerb zugunsten des Gegners beeinflussen sollen. Ebenfalls bestraft werden Schiedsrichter, die entsprechende Zuwendungen entgegennehmen, und die Zuwendungsgeber. Die Vorschriften gleichen in ihrer Struktur den Korruptionsstraftatbeständen (§§ 108e, 299 ff., 331 ff. StGB). Mit Sinn und Unsinn der Neuregelung befasst sich, ausgehend von der Begründung des Gesetzentwurfs, der Schwerpunktbeitrag in dieser Ausgabe.

Wir haben außerdem ausgewählte Gerichtsentscheidungen aus dem Bereich des Wirtschaftsstrafrechts für Sie aufbereitet und kommentiert. ROXIN bietet in regelmäßigen Abständen in unseren Büros in Düsseldorf, Hamburg und München Seminare und Vorträge zu wechselnden Themen aus Wirtschafts-, Steuerstrafrecht und Strafprozessrecht an. Das ROXIN Seminarprogramm finden Sie im Internet unter http://www.roxin.de/de/seminarprogramm.html – dort können Sie sich online anmelden.

Im Voraus vielen Dank für Feedback und Anregungen. Wir wünschen Ihnen gewinnbringende Lektüre!

Herzliche Grüße

Für Herausgeber und Redaktion

Ihr

Ken Eckstein

PD Dr. Ken Eckstein, ROXIN Rechtsanwälte LLP